Fourieranalyse
Jede periodische Funktion f(x) kann als Konstante + einer Summe von Sinusfunktionen dargestellt werden.
f(x) = c0 + c1 ·sin((2·π/p)·x + β1) + c2 ·sin(2·(2·π/p)·x + β2) + c3 ·sin(3·(2·π/p)·x + β3) + c4 ·sin( 4·(2·π/p)·x + β4) +…...
p = Periodenlänge
β1, β2, β3 …. : Phasenkoeffizienten
Ist p = 2·π dann gilt: f(x) = c0 + c1 ·sin(x + β1) + c2 ·sin(2·x + β2) + c3 ·sin(3·x + β3) + c4 ·sin( 4·x + β4) +........
Die Methode zur Auffindung dieser einzelnen Sinusfunktionen heißt nach ihrem Entdecker Fourieranalyse. Nach dem Additionstheorem für Sinusfunktionen gilt: sin(x + β1) = cos( β1)· sin(x) + sin( β1)·cos(x).
Deshalb kann die oben angegebene Summe auch als Summe von Sinus- und Kosinusfunktionen dargestellt werden.
f(x) = a0 + a1·sin(x) + b1·cos(x) + a2 · sin(2·x) + b2·cos(2·x) + a3 · sin(3·x) + b3·cos(3·x) + a4 · sin(4·x) + b4·cos(4·x) + ...
f(x) umrandet entlang x-Achse eine Fläche. Der Flächeninhalt A eines Abschnitts mit der Periodenlänge p ist gleich p · a0 . Die Glieder mit sin und cos tragen zu diesem Flächeninhalt nichts bei, weil der Flächeninhalt der unter der x-Achse liegenden Fläche negativ bewertet wird. Zur Berechnung von A wird die Periodenlänge p = 2 · π in viele kleine Δx aufgeteilt. Die zu den Δx gehörenden Flächeninhalte ΔA = f(x) ·Δx werden summiert.
A = Σ f(x) ·Δx
Ergebnis: Σ f(x) ·Δx = p· a0 ( p = 2 · π) → a0 = Σ f(x) ·Δx /p
Zur Bestimmung von aj und bj (j > 0) werden die Summen Σ f(x)·sin(j·x)·Δx und Σ f(x)·cos(j·x)·Δx ermittel. Für diese Summen sind nur die Glieder aj ·(sin(j·x))2 und bj ·(cos(j·x))2 maßgebend. Alle Summanden mit cos()·sin(), mit a0 · sin(j·x) und a0 · cos(j·x) , sowie die mit sin(j·x)·sin(m·x) und cos(j·x)·cos(m·x) (m≠j) haben die Werte 0. .
Σ (sin(j·x))2 ·Δx = π ↔ Σf(x)·sin(j·x)·Δx = Σ aj·(sin(j·x))2 ·Δx = aj· π
Σ (cos(j·x))2 ·Δx = π ↔ Σ f(x)·cos(j·x)·Δx = Σ bj·(cos(j·x))2 ·Δx = bj· π
↓
aj =Σ f(x)·sin(j·x)·Δx / π, bj = Σ f(x)·cos(j·x)·Δx / π
Allgemein gilt für eine Periodenlänge p:
a0 = Σ f(x) ·Δx /p, aj =Σ f(x)·sin[ j·(2·π/p) ·x]·Δx / (p/2), bj = Σ f(x)·cos[ j·(2·π/p)·x)]Δx / (p/2)
Mit Beispielen können die obigen Behauptungen begründet werden.
1. Beispiel: Die Abb. 1 zeigt den Graphen von z= 4·sin(2·x)·sin(3·x) (grün) mit dem Graphen der Summe y= Σ4· sin(2·x)·sin(3·x) ·Δx (rot) entlang der Periode p = 2 ·π. Nach einer Periode hat y den Wert 0. Die y-Koordinate eines Punktes P auf der roten Kurve steht für den Flächeninhalt A der Fläche, den der Graph von z= 4·sin(2·x)·sin(3·x) (grün) bis P (siehe blaue Strecke) eingrenzt.
2. Beispiel: In der Abb. 2 ist der Graph von z= sin(x)·sin(x) und der von y= Σ sin(x)·sin(x) ·Δx zu sehen. y hat nach einer Periode den Wert π (w =pi).
Die Programmzeilen, die in https://g-hoehne.de/Sim.html zur Darstellung der Graphen eingetragen werden müssen, stehen unter den Abbildungen.
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Abb.1 |
Abb. 2
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n=2*pi;h=0,01;x=x+h;z=4*sin(2*x)*sin(3*x); y=y+4*sin(2*x)*sin(3*x)*h;L =x h = Δx ! |
n=2*pi;h=0,01;x=x+h;y=y+sin(x)*sin(x)*h;z=pi; z=sin(x)*sin(x); w =pi; L=x |
Bestimmung der an und bn zu verschiedenen Funktionen
In der Abb. 3 ist der Graph zu der Funktion y=-3+0,5·x+0,75·x2-0,125·x3-0,00025·x4 zu sehen. Der Abschnitt innerhalb des blauen Rechtecks erstreckt sich von x= -2 bis x =5,9. Er wird als Periode einer periodischen Funktion mit p = 7,9 aufgefasst.
Zu ihm werden mit https://g-hoehne.de/Rechner.php a0 = Σ f(x) ·Δx /p und die die aj und bj (j>0) nach, aj =Σ f(x)·sin(j·(2·π/p) ·x)·Δx / (p/2), bj = Σf(x)·cos(j·(2·π/p)·x)·Δx / (p/2) bestimmt.

Abb.3
In das Rechenfenster von https://g-hoehne.de/Rechner.php wird zur Bestimmung von a0 das Programm „n=5,92;p=7,92;h=0,001;a=a+(-3+0,5*t+0,75*t^2-0,125*t^3-0,00025*t^4)*h;l=t;t=t+h;x=a/p:“ und im Variablenfeld für t der Wert -2 eingetragen. Es wird gestartet, wenn „mit Wiederholung“ angeklickt ist. Mit dem Doppelpunkt am Ende der Programmzeile wird der Rechner angewiesen nur das Ergebnis des letzten Programmdurchlaufs in das Tabellenfenster von https://g-hoehne.de/Rechner.php einzutragen.
Ergebnis: x= a0 = -0,047690785878298 (1. Wert der folgenden Tabelle). Das folgende Programm wird zur Bestimmung der aj und bj (j>0) in das Rechenfenster und eingetragen.
n=5,92;p=7,92;h=0,001;a=a+(-3+0,5*t+0,75*t^2-0,125*t^3-0,00025*t^4)*sin(j*2*pi/p*t)*h;
In
dem hier vorliegenden Fall wird es mit t =
-2 viermal gestartet (mit Wiederholung!), zunächst mit j = 1, dann mit j
= 2 und schließlich mit j = 4 (im Variablenfeld !). Die dabei
errechneten aj; bj - Wertepaare werden vom Rechner in das Tabellenfenster
unter den ersten Eintrag geschrieben. Es entsteht eine Tabelle, wie
sie unter dieser Zeile zu sehen ist.
b=b+(-3+0,5*t+0,75*t^2-0,125*t^3-0,00025*t^4)*cos(j*2*pi/p*t)*h;x=a*2/p; y=b*2/p;L=t;t=t+h;:
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-0,047690785878298;0 0,0092823197978697; -3,0538873975356 0,38252763681909; 0,0080281825813884 -0,004055877319168; 0,1137320529937 -0,048210979314763; -0,0023894412724856 |
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Tabelle 1 |
Mit https://g-hoehne.de/Sim.html kann sowohl der Graph von y=-3+0,5·x+0,75·x2-0,125·x3-0,00025·x4 als auch der Graph zu z = a0 + a1·sin((2·π/p)·x) + b1·cos((2·π/p)·x) + a2 · sin(2·(2·π/p)·x) + b2·cos(2·(2·π/p)·x) + a3 · sin(3·(2·π/p)·x) + b3·cos(3·(2·π/p)·x) + a4 · sin(4·(2·π/p)·x) + b4·cos(4·(2·π/p)·x) gezeichnet werden (siehe Abb.4).
Dazu müssen die Werte der Tabelle 1 in das Tabellenfenster von https://g-hoehne.de/Sim.html und das folgende Programm in das Programmfenster der gleichen Internetseite übertragen werden.
h=0,01;n=10; p=7,92;x=x+h; y=(-3+0,5*x+0,75*x^2-0,125*x^3-0,00025 *x^4);
z=xT(1)+yT(2)*cos(2*pi/p*x)+xT(2)*sin(2*pi/p*x)+yT(3)*cos(2*2*pi/p*x)+xT(3)*sin(2*2*pi/p*x)+yT(4)*cos(3*2*pi/p*x)
+xT(4)*sin(3*2*pi/p*x) +yT(5)*cos(4*2*pi/p*x)+xT(4)*sin(4*2*pi/p*x)
yT(j) = bj ist der erste Wert in der Tabellenzeile mit der Nummer j, xT(j) = aj ist der zweite Wert in der gleichen Zeile!
Im Variablenfeld ist für x der Wert -10 als Anfangswert einzutragen und im Tabellenfenster sollte ein W (weiß) hinter die erste Zeile der Tabelle geschrieben werden, damit den Wertepaaren der Tabelle keine sichtbaren Punkte zugeordnet werden !

Abb. 4
Es reichen 4 Sinusfunktionen für eine gute Anpassung an die Funktion y=-3+0,5·x+0,75·x2-0,125·x3-0,00025·x4 aus.
Erheblich mehr Sinusfunktionen werden für eine Anpassung an das Diagramm einer Rechteckfunktion y =4 · sgn(sin(x)) (siehe Abb. 5) benötigt. Auch mit sehr vielen Sinusfunktionen können die Ecken der Rechteckfunktion nicht richtig abgebildet werden (Gibbsches Phänomen). Unstetigkeiten erschweren eine Anpassung.
Anmerkung zur Funktion y = sgn(x): Es handelt sich um die Signumfunktion. y = – 1 für x<0, y=0 für x =0, y= +1 für x >0.

Abb.5
Das folgende Programm wird zur Bestimmung der aj und bj (j>0) der Funktion f(x) = a1·sin(x) + b1·cos(x) + a2 · sin(2·x) + b2·cos(2·x) + a3 · sin(3·x) + b3·cos(3·x) … in das Rechenfenster und eingetragen (a0 = 0) . Die damit errechneten Werte stehen in der folgenden Tabelle.
Programm: t=t+h;n=2*pi;h=0,01;a=a+4*sgn(sin(t))*cos(j*t)*h; b=b+4*sgn(sin(t))*sin(j*t)*h;x=a/pi; y=b/pi;L=t;:
| j | aj; bj - Wertepaare | Amplituden und Phasenkoeffizienten |
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1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 |
5,0929591953143;0,00047188043497948 1,6520573787177E-6;-1,7678524788777E-9 1,6976557754356;0,00047187705111022 3,304108948161E-6;-7,0737726913286E-9 1,0185967176486;0,00047187027974412 4,9561479039765E-6;-1,5916103598734E-8 0,72757256871965;0,00047186012470729 6,6081714077183E-6;-2,8295417548534E-8 0,56589338939539;0,0004718465846882 8,2601710257018E-6;-4,4211396967866E-8 0,46300737805804;0,00047182965982176 9,9121420322184E-6;-6,366402620382E-8 0,3917792263871;0,00047180934998393 1,1564078624781E-5;-8,6653691097985E-8 0,33954579050081;0,000471785655268 1,3215974945137E-5;-1,1317983364054E-7 0,29960305304389;0,0004717585757959 1,4867825252539E-5;-1,4324282943097E-7 0,26806974080963;0,00047172811163312 1,651962392417E-5;-1,7684241453957E-7 |
-1,5916103598734E-8; 4,9561479039765E-6 0,00047186012470729; 0,72757256871965 -2,8295417548534E-8; 6,6081714077183E-6 0,0004718465846882; 0,56589338939539 0,00047172811163312; 0,26806974080963 -1,5916103598734E-8; 4,9561479039765E-6 0,00047186012470729; 0,72757256871965 -2,8295417548534E-8; 6,6081714077183E-6 0,0004718465846882; 0,56589338939539 0,00047172811163312; 0,2680697408096 1,5916103598734E-8; 4,9561479039765E-6 0,00047186012470729; 0,72757256871965 2,8295417548534E-8; 6,6081714077183E-6 0,0004718465846882; 0,56589338939539 0,00047172811163312; 0,2680697408096 1,5916103598734E-8; 4,9561479039765E-6 0,00047186012470729; 0,72757256871965 2,8295417548534E-8; 6,6081714077183E-6 0,0004718465846882; 0,56589338939539 0,00047172811163312; 0,2680697408096 |
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Tabelle 2 |
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Die folgende Funktion ist die Anpassung an die Rechteckfunktion. Zu ihrer Darstellung (siehe Abb.6) muss sie mit den Werten der ersten Tabellenspalte (bj , aj - Wertepaare) in https://g-hoehne.de/Sim.html übertragen werden.
yT(j) = bj ist der erste Wert in der Zeile mit der Nummer j, xT(j) = aj ist der zweite Wert in der gleichen Zeile!
yT(1)*cos(1*x)+xT(1)*sin(1*x)+yT(2)*cos(2*x)+xT(2)*sin(2*x)+yT(3)*cos(3*x)+xT(3)*sin(3*x)+yT(4)*cos(4*x)
+xT(4)*sin(4*x)+yT(5)*cos(5*x)+xT(5)*sin(5*x)+yT(6)*cos(6*x)+xT(6)*sin(6*x)+yT(7)*cos(7*x)+xT(7)*sin(7*x)
+yT(8)*cos(8*x)+xT(8)*sin(8*x)+yT(9)*cos(9*x)+xT(9)*sin(9*x)+yT(10)*cos(10*x)+xT(10)*sin(10*x)+yT(11)*cos(11*x)
+xT(11)*sin(11*x)+yT(12)*cos(12*x)+xT(12)*sin(12*x)+yT(13)*cos(13*x)+xT(13)*sin(13*x)+yT(14)*cos(14*x)+xT(14)*sin(14*x)
+yT(15)*cos(15*x)+xT(15)*sin(15*x)+yT(16)*cos(16*x)+xT(16)*sin(16*x)+yT(17)*cos(17*x)+xT(17)*sin(17*x)
+yT(18)*cos(18*x)+xT(18)*sin(18*x)+yT(19)*cos(19*x)+xT(19)*sin(19*x)+yT(20)*cos(20*x)+xT(20)*sin(20*x)

Abb.6
Mit dem Programm L=L+1;n=56;x=wrz(yT(L)^2+xT(L)^2);y = asin(yT(L)/x) werden die Amplituden c1, c2, c3... und Phasenkoeffizienten für eine Darstellung nach f(x) = c1 ·sin((2·π/p)·x + β1) + c2 ·sin(2·(2·π/p)·x + β2) + c3 ·sin(3·(2·π/p)·x + β3) + c4 ·sin( 4·(2·π/p)·x + β4) +….ermittelt.
Begründung:
cj
· sin(j·
(2·π/p)·x
+ βj)
= cj
·[cos( βj
)· sin(j·
(2·π/p)·x)
+ sin( βj
)· cos(j·
(2·π/p)·x)]
= cj
·cos( βj
)· sin(j·
(2·π/p)·x)
+ cj
· sin(
βj
)· cos(j·
(2·π/p)·x)
cj · cos( βj ) = aj , cj · sin( βj ) = bj → aj2 + bj2 = cj2 · [(cos( βj ))2 + (sin( βj )2 ]= cj2→ cj = √ (aj2 + bj2 )
(cos( βj ))2 + (sin( βj )2 = 1 !
sin( βj )= bj / cj = bj / √ (aj2 + bj2 ) → βj = arcsin[bj / √ (aj2 + bj2 )]
Das Diagramm in der Abb.7 ist ein Amplitudendiagramm (rot), welches nach den bj , aj – Wertepaaren mit der Programmzeile n=56; L=L+1;j = L ;x=L; y= wrz(xT(j)^2+yT(j)^2); z=wrz(xT(1)^2+yT(1)^2)/j erzeugt wird. Es stellt die Amplituden cj in Abhängigkeit von j dar.

Abb. 7
Es ist erkennbar, dass nur die Sinusfunktionen mit ungeradem j ≠ 0 sind. Die grüne Kurve ist der Funktion y= c1/j zuzuordnen. Sie zeigt, dass für alle Amplituden cj gilt: cj = c1 / j. Die in der Tabelle 2 angegebenen Phasenkoeffizienten sind so klein, dass ihre wahren Werte als Nullen angenommen werden können.
Für c1 ·sin((2·π/p)·x + β1) + c2 ·sin(2·(2·π/p)·x + β2) + c3 ·sin(3·(2·π/p)·x + β3)..... kann demnach in diesem Fall geschrieben werden:
5,092959217175*(sin(x)+1/3*sin(3*x)+1/5*sin(5*x)+1/7*sin(7*x)+1/9*sin(9*x)+1/11*sin(11*x)+1/13*sin(13*x)
+1/15*sin(15*x)+1/17*sin(17*x)+1/19*sin(19*x)+1/21*sin(21*x)+1/23*sin(23*x)+1/25*sin(25*x)+1/27*sin(27*x)
+1/29*sin(29*x)+1/31*sin(31*x)+1/33*sin(33*x)+1/35*sin(35*x)+1/37*sin(37*x)+1/39*sin(39*x)+1/41*sin(41*x)
+1/43*sin(43*x)+1/45*sin(45*x)+1/47*sin(47*x)+1/49*sin(49*x)+1/51*sin(51*x)+1/53*sin(53*x)+1/55*sin(55*x)
+1/57*sin(57*x)+1/59*sin(59*x)+1/61*sin(61*x)+1/63*sin(63*x)+1/65*sin(65*x)+1/67*sin(67*x)+1/69*sin(69*x)
+1/71*sin(71*x)+1/73*sin(73*x)+1/75*sin(75*x)+1/77*sin(77*x)+1/79*sin(79*x)+1/81*sin(81*x)+1/83*sin(83*x)
+1/85*sin(85*x)+1/87*sin(87*x)+1/89*sin(89*x)+1/91*sin(91*x)+1/93*sin(93*x)+1/95*sin(95*x)+1/97*sin(97*x)
+1/99*sin(99*x)+1/101*sin(101*x)+1/103*sin(103*x)+1/105*sin(105*x)+1/107*sin(107*x)+1/109*sin(109*x)
+1/111*sin(111*x)+1/113*sin(113*x)+1/115*sin(115*x)+1/117*sin(117*x))
In der Abb. 8 ist der zugehörende Graph zu sehen.

Abb. 8
Es stellt sich die Frage, ob und wie der Faktor c1 vor der Summe der Sinusfunktionen ( in dem vorliegenden Fall 5,092959217175) von der Sprunghöhe S ( im vorliegenden Fall 8 ) abgeleitet werden kann.
Gibt es einen bestimmten Faktor f mit der Eigenschaft: f · c1 = S.
f · c1 muss im gegebenen Fall ganzzahlig sein. Da π in Bezug auf den Behandlungsgegenstand eine Rolle spielt, wird π auf seine Eignung als f getestet.
π · c1 =16,000003261709 spricht für c1 ·π = S/2 · 4 → c1 = S/( π/2). Die letzte Gleichung erweist sich auch dann als richtig, wenn andere Werte für S und die Periodenlänge p gegeben sind.
Diese Behauptung kann mit dem folgenden Funktionsterm auf ihre Richtigkeit überprüft werden.
4*S/(2*pi)*(sin(2*pi/p*x)+1/3*sin(3*2*pi/p*x)+1/5*sin(5*2*pi/p*x)+1/7*sin(7*2*pi/p*x)+1/9*sin(9*2*pi/p*x)
+1/11*sin(11*2*pi/p*x)+1/13*sin(13*2*pi/p*x)+1/15*sin(15*2*pi/p*x)+1/17*sin(17*2*pi/p*x)+1/19*sin(19*2*pi/p*x)
+1/21*sin(21*2*pi/p*x)+1/23*sin(23*2*pi/p*x)+1/25*sin(25*2*pi/p*x)+1/27*sin(27*2*pi/p*x)+1/29*sin(29*2*pi/p*x)
+1/31*sin(31*2*pi/p*x)+1/33*sin(33*2*pi/p*x)+1/35*sin(35*2*pi/p*x)+1/37*sin(37*2*pi/p*x)+1/39*sin(39*2*pi/p*x)
+1/41*sin(41*2*pi/p*x)+1/43*sin(43*2*pi/p*x)+1/45*sin(45*2*pi/p*x)+1/47*sin(47*2*pi/p*x)+1/49*sin(49*2*pi/p*x)
+1/51*sin(51*2*pi/p*x)+1/53*sin(53*2*pi/p*x)+1/55*sin(55*2*pi/p*x)+1/57*sin(57*2*pi/p*x)+1/59*sin(59*2*pi/p*x)
+1/61*sin(61*2*pi/p*x)+1/63*sin(63*2*pi/p*x)+1/65*sin(65*2*pi/p*x)+1/67*sin(67*2*pi/p*x)+1/69*sin(69*2*pi/p*x)
+1/71*sin(71*2*pi/p*x)+1/73*sin(73*2*pi/p*x)+1/75*sin(75*2*pi/p*x)+1/77*sin(77*2*pi/p*x)+1/79*sin(79*2*pi/p*x)
+1/81*sin(81*2*pi/p*x)+1/83*sin(83*2*pi/p*x)+1/85*sin(85*2*pi/p*x)+1/87*sin(87*2*pi/p*x)+1/89*sin(89*2*pi/p*x)
+1/91*sin(91*2*pi/p*x)+1/93*sin(93*2*pi/p*x)+1/95*sin(95*2*pi/p*x)+1/97*sin(97*2*pi/p*x)+1/99*sin(99*2*pi/p*x)
+1/101*sin(101*2*pi/p*x)+1/103*sin(103*2*pi/p*x)+1/105*sin(105*2*pi/p*x)+1/107*sin(107*2*pi/p*x)
+1/109*sin(109*2*pi/p*x)+1/111*sin(111*2*pi/p*x)+1/113*sin(113*2*pi/p*x)+1/115*sin(115*2*pi/p*x)
+1/117*sin(117*2*pi/p*x))
Beispiel (siehe Abb.9) : S=6, p=2

Abb.9
Anmerkung: Der Integralbegriff wurde in diesem Artikel vermieden, damit er auch Schülern der 10. Jahrgangsstufe angeboten werden kann.