9. Zentrische Streckung

Abb. 1

In der Abb. 1 ist der Kopf des Lehrers Lämpel ( aus Max und Moritz von Wilhelm Busch) zu sehen. Den Punkten P(x;y) des kleineren Kopfes sind Punkte P'(2·x;2·y) zugeordnet. Diese Punkte P' bilden ein vergrößertes Bild des Lehrers. Man spricht von einer Streckung S(Z(0;0); 2).

Definition der zentrischen Streckung:

Nach Wahl eines Zentrums Z und eines Streckungsfaktors m wird einem Punkt P ein Punkt P' auf der Geraden ZP zugeordnet mit dem Abstand:

P'Z= |m| · Abstand PZ.

m > 0: P’ und P liegen von Z aus gesehen in der gleichen Richtung.

m < 0: Z liegt zwischen P und P’.

 Abb. 2

Gesetze der zentrischen Streckung

Bei   zentrischer   Streckung von Strecken fällt auf, dass eine Strecke [AB] auf  eine  parallele Strecke  [A’B’] abgebildet wird, die um den Faktor   |m| länger ist als  [AB].   Dieser Sachverhalt   kann  leicht mit Hilfe des Strahlensatzes bewiesen werden ( siehe Abb. 3) .

 Abb. 3

Beweis:

Mit S(Z; m) werde eine Strecke [AB] auf eine Strecke  [A’B’] abgebildet. Nach der Definition der zentrischen Streckung gilt:

Nach der Umkehrung des Strahlensatzes sind unter diesen Bedingungen A’B’ und AB parallel. Folglich wird eine Strecke [AB] auf eine parallele Strecke [A’B’] abgebildet. 

Aus der Parallelität von Gerade und Bildgerade folgt, dass Winkel auf kongruente Winkel abgebildet werden. Man nennt die zentrische Streckung winkeltreu.

Nach dem Strahlensatz gilt:

   Die Bildstrecke [A’B’] ist um |m| größer als [AB]. 



Grundkonstruktionen zur zentrischen Streckung (anklicken !)

Zentrische Streckung mit einem Storchschnabel