5. Der Höhen- und Kathetensatz

Die im 1. Kapitel ( Satz des Pythagoras) genannten Dachsparren sollen noch durch Balken der Länge hc abgestützt werden. Bei Kenntnis von a, b und c muss hc ( Höhe im rechtwinkligen Dreieck) berechnet werden.

Abb.1

Auf der Suche nach einer Gleichung, in der hc enthalten ist, lassen wir uns von der Frage leiten:

Mit welchen Größen kann h berechnet werden ?

p und q kommen in Frage. Die zugehörenden Strecken werden Hypotenusenabschnitte genannt. Der Fußpunkt der Höhe hteilt die Hypotenuse in diese Abschnitte.

h2 + p2 = a2 , h2 + q2 = b2  → 2· h2 + q2+ p2 = a2 + b2 = c2 = (p +q)2  → 2· h2 + q+ p2 = q+ p2 + 2 · p · q → 2· h2 = 2 · p · q

h2 = p · q

Höhensatz: Im rechtwinkligen Dreieck gleicht das Produkt der beiden Hypotenusenabschnitte  dem Quadrat der Höhe.

p und q sind leicht anhand der Dreieckseiten berechenbar.

p2 + h2 = a2, h2 = p · q  →   p2 + p · q = a → p · ( p + q ) = a2 , p + q = c

p · c = a2 → p = a2 / c

Entsprechendes gilt für a und q: q = b2 /c .

KathetensatzDas Quadrat einer Kathete gleicht dem Produkt aus dem zugehörenden Hypotenusenabschnitt und der Hypotenuse.

Eine anschauliche Herleitung des Kathetensatzes ist mit den nachfolgenden Abbildungen 2 und 3 dargestellt.

Abb.2                                                  Abb.3

Der Flächeninhalt des Dreiecks ACD ist halb so groß wie der Flächeninhalt des Quadrats über der Kathete b. Der Flächeninhalt dieses Dreiecks bleibt gleich, wenn sein Eckpunkt bei C nach B verschoben wird, denn die Grundseite = b und die Höhe = b ändern sich dabei nicht.

Anschließend wird das Dreieck ABD 90° um A nach rechts gedreht. Es liegt dann als Dreieck AEC vor. Der Flächeninhalt dieses Dreiecks ändert sich nicht, wenn sein Eckpunkt C nach F verschoben wird, denn vor der Verschiebung und nach der Verschiebung gilt für den Flächeninhalt: A= ½ ·c·q.

½ ·c · q = ½ ·b ·b → c · q = b2

c · q = b2 , c · p = a2 → a2 + b2 = c · q + c· p = c · (p+q) = c2

Satz des Pythagoras