12. Funktion und Umkehrfunktion
Die nachfolgende Tabelle 1 beschreibt eine Quadratfunktion f(x) = x2. Die erste Spalte enthält die Elemente der Definitionsmenge, in der zweiten Spalte sind die Elemente der Wertemenge.
|
Tabelle 1 x; y |
Tabelle 2 x y |
Die Tabellen 1 und 2 werden zur grafischen Darstellung untereinander in das Tabellenfenster des hier vorhandenen Grafikrechners eingetragen. P: Darstellung durch Kreuzchen R: rote Kreuzchen G: grüne Kreuzchen |
|
1 ; 1 PR 2 ; 4 3 ; 9 4 ; 16 5 ; 25 |
1 ; 1 PG 4 ; 2 9 ; 3 16 ; 4 25 ; 5 |
Die Tabelle 2 unterscheidet sich von der 1. Tabelle durch die Reihenfolge der Zahlen in einer Zeile. Sie beschreibt eine Funktion y = f*(x), die als Umkehrfunktion der Quadratfunktion bezeichnet wird.
y
= x² ist die Zuordnungsvorschrift zur Tabelle 1
und y =
die
zur Tabelle 2. y =
ist
somit die Umkehrfunktion der Quadratfunktion y = x² für x ≥
0. In Abb. 1 sind die Funktionen nach Tabelle 1 und Tabelle 2
graphisch dargestellt.
|
Den Graphen einer Umkehr-funktion (hier grün) erhält man durch Achsenspiegelung des zur ursprünglichen Funktion gehörenden Graphen (hier rot) an der Gerade y = x. |
Abb.1 |
Vertauschung von x und y in der Zuordnungsvorschrift einer Funktion führt zur Zuordnungsvorschrift der Umkehrfunktion.
Beispiel:
Umkehrfunktion: x = y² → √(x) = |y| → y = ± √(x)
Es ist bekannt, dass von einer Funktion nur dann gesprochen werden kann, wenn y eindeutig durch x bestimmt ist.
Deshalb kommen nur y = + √(x) und y = - √(x) als Funktionen in Frage.
y = +√(x) ist die Umkehrfunktion von y = x² ( x ≥ 0).
y = - √(x) ist die Umkehrfunktion von y = x² ( x ≤ 0).
In Abb. 2 ist die Quadratfunktionen y = x² sowie deren Umkehrfunktionen y = + √(x) (grün) und y = - √(x) (blau) graphisch dargestellt.

Abb. 2
Darstellung mit dem hier vorhandenen Grrafikrechner
Folgendes ist zu sehen:
Durch Umkehrung einer Funktion y = f(x) erhält man nur dann wieder eine Funktion, wenn y = f(x) einen streng monoton steigenden bzw. streng monoton fallenden Verlauf hat, nur dann ist sie umkehrbar.
Trifft dies nicht zu, dann hat y = f(x) zu verschiedenen x - Werten gleiche y-Werte. Nach seiner Umkehrung finden wir dann verschiedene Wertepaare (x; y), die im x-Wert übereinstimmen.
Streng monton steigend heißt: Einem größeren x-Wert wird immer ein größerer y-Wert zugeordnet.
Streng monoton fallend heißt: Einem größeren x-Wert wird immer ein kleinerer y - Wert zugeordnet.
Darstellung der Funktion y = √(x) durch Iteration mit dem hier vorhanden Grafikrechner