Beweis des Strahlensatzes

Da aus dem Teil I der  Teil II des Strahlensatzes folgt, können wir uns auf den Beweis des 1. Teils beschränken.

Zu 2 Kreuzungsgeraden (rot) wird noch eine weitere Kreuzungsgerade (grün) eingezeichnet, die mit den parallelen Strecken mit den Längen c und a rechte Winkel bildet, damit der Satz des Pythagoras als Beweismittel in Frage kommt. Die grüne Gerade mit ihren Abschnitten der Längen b und d teilt die parallelen Strecken in Abschnitte mit den Längen j, k und m, n.

 

Abb. 1

Die Begründung von „ d/b = m/j“ erscheint leicht erreichbar und sinnvoll im Sinne des geplanten Beweises. Auf der Suche nach einer Gleichung, die d, b, m und j enthält, lassen wir uns von der Frage leiten:

Was kann man mit d, b, m und j berechnen ?

a ·j /2 liefert uns den Flächeninhalt A1 des Dreiecks mit den Seitenlängen j, b und e und das Produkt d ·m /2 den  Flächeninhalt A2 des Dreiecks mit den Seitenlängen m, d und f .  Schließlich kann noch der Flächeninhalt A3  des Trapezes zwischen den beiden parallelen Seiten angegeben werden.

A3 = (d - b) · (j + m)/2

d – b: Höhe des Trapezes

(j + m)/2: Mittelwert aus den Längen der parallelen Seiten

Es gilt: A1 + A3  =  A2  

↓  

 j ·b/2 +  (d - b) · (j + m)/2  =  d ·m /2  →   j ·b/2  + d ·j /2 + d ·m/2 - b· j/2 - b· m/2 =  d ·m /2

↓ 

d ·j  – b · m  =  0     →        m/j   =  d/b


Was für m/j gilt, das gilt auch für n/k : n/k   =  d/b

↓ 

(m+n)/ (j+k) = c/a = d/b

Beweis: (m+n)/ (j+k) = [(d/b) ·j + (d/b)·k] /(j+k) = d/b

Nun fehlt nur noch der Beweis: f /e = d/b = c/a .

f2 / e2 = (d2 + m2) / (j2 + b2),    

Nach d/b = m/j  (siehe oben) gilt: d2 = b2 · m2 / j2 .

↓

f2 / e2 = ( d2 + m2 )/ (j2 + b2) = ( b2 · m2 / j2 + m2) / (j2 + b2) = [ ( b2 · m2 + m2 · j2) / j2] / (b2 + j2) = m2 / j2

↓

 f /e = m/j = d/b = c/a

q.e.d