Einspannen eines neuen Drahts und Einstellung des Drahtmesswandlers

  1. Ein 90,5 cm langer Konstantandraht mit 0,2 mm Durchmesser (15 Ω ) wird zwischen den beiden Polklemmen am unteren Ende der Leiterplatte eingespannt. Um Kräfte auf die Kontakte zu vermeiden, wird der Draht mit einer Plastikscheibe unterhalb der Polklemmen an der Leiterplatte festgeklemmt.

  2. Das mittlere Buchsenpaar wird an eine stabilisierte 6 V- Spannungsquelle angeschlossen und die grünen Ausgangsbuchsen mit einem Messgerät (Messbereich ± 1V) verbunden.

  3. Vor dem Brückenabgleich werden die beiden Hälften des Drahtes unterhalb der Klemmscheibe D berührt. Wenn das angeschlossene Messgerät hierbei nicht reagiert (der Zeiger bleibt am linken oder rechten Ende der Skala), dann ist der Widerstand des Drahtes zu gering. Am Spannungsteiler (grob) muss rechts herum (andernfalls links herum ) gedreht werden, bis der Zeiger des Messgeräts gerade reagiert. Hiernach wird der Zeiger mit dem Spannungsteiler (fein) in den Messbereich gebracht.

    Es kann sein, dass der Feinabgleich z.B. mit einer Rechtsdrehung nicht möglich ist, weil der Mittelabgriff des Abgleichpotentiometers (fein) sich in einer Endstellung befindet. In diesem Fall muss das Potentiometer (grob) etwas rechts herum gedreht werden, damit anschließend der Feinabgleich mit einer Linksdrehung möglich ist.

  1. Mit einer Rechtsdrehung am Potentiometer rechts oben kann die Verstärkung erhöht werden. Wird links herum solange gedreht, bis sich der Zeiger des Messgeräts nicht mehr bewegt, dann ist die Verstärkung 0 erreicht. In diesem Fall muss die Spannung am Ausgang des Wandlers 0 sein. Ist dies nicht der Fall, dann ist mit dem Spannungsteiler links oben die Spannung 0 einzustellen.

 

Es muss darauf hingewiesen werden, dass die Widerstandswerte der Widerstände temperaturabhängig sind.

Metallschichtwiderstände: 10-4 K-1

Konstantandraht: 10-5 K-1

Der Drahtmesswandler sollte deshalb nicht in einem windigen Umfeld stehen, da bewegte Luft Temperaturschwankungen an A, B ,C und D verursacht. Direkt nach Inbetriebnahme des Drahtmesswandlers ist das Messsignal infolge der Erwärmung der Brückenwiderstände nicht konstant.